Entziehung (von Eigentum)

Die Entziehung von Wohnungseigentum ist durch die restlichen Eigentümer am Einzelnen möglich, wenn dieser seine Pflichten in schwerer Form verletzt bzw. ihnen nicht beikommt. Steht zum Beispiel Hausgeld in Rückstand und wird dieses nicht in absehbarer Zeit gezahlt, können die Wohnungseigentümer die Veräußerung des Eigentums vom Pflichtverletzenden verlangen.

Um diese Maßnahme zu beschließen, bedarf es einer einfachen Mehrheit, also von mindestens 51% der stimmberechtigten Wohnungseigentümer. Veräußert der Störende sein Wohnungseigentum nicht freiwillig, können die restlichen Eigentümer als zweite Instanz die Maßnahme per Entziehungsklage einfordern.

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