Neue Fräs-Methode hilft gegen Urinstein im Abwasserrohr

Patentiertes Verfahren wirkt schonend und zuverlässig

Nichts läuft mehr (ab) auf dem stillen Örtchen. Für die schnelle Lösung mit der Saugglocke ist es zu spät, ein buchstäblich steinhartes Hindernis blockiert den reibungslosen Ablauf im Rohr: Urinstein. Das Fräs-Strahl-Verfahren kann befallene Rohre retten.

Wenn das Abwasser in der Toilette nicht mehr abläuft und es sich nicht mehr nur eine kurzfristige Verstopfung handelt, hat das Problem sich oft tief im Abwasserrohr festgesetzt: Kalkhaltige Wasserbestandteile, chemische Rohrreiniger und Urin haben sich zu betonharten Ablagerungen verbunden und blockieren den Ablauf. Selbst Abflussrohre mit 10 oder 20 Zentimetern Durchmesser können sich im Laufe der Zeit so massiv zusetzen, dass nichts mehr fließt. Nun helfen keine Hausmittel mehr, zusätzliche Chemikalien bewirken im schlimmsten Fall das Gegenteil dessen, wofür sie eingesetzt werden. Auch herkömmliche Rohrreinigungs-Verfahren wie Spiralen oder Kettenschleudern führen nicht mehr zum Erfolg. Letztere fügen den Abwasserrohren sogar oft mehr Schaden zu als der eigentlichen Blockade. Dann haben Haus- oder Immobilienbesitzer erst recht ein Problem: Denn bei Rohrbrüchen durch Reinigungsschäden lehnen Gebäudeversicherungen häufig die Schadensregulierung ab.

Beim Fräs-Strahl-Verfahren hingegen werden die hartnäckigen Ablagerungen rückstandslos aus dem Abflussrohr herausgefräst, ohne dabei die Rohrwand anzugreifen. Das Patent für das schonende Verfahren hat sich die Reinigungsfirma Herm effektive Rohrreinigungstechnik aus Rheinzabern gesichert. Beim Fräs-Strahl-Verfahren „schneidet“ sich ein im spitzen Winkel nach vorne gerichteter und rotierender Wasserstrahl Meter für Meter den Weg durch das zugewachsene Rohr frei. Dieser starke Strahl zerkleinert die steinharte Blockade und spült das Urin-Chemikalien-Gemisch zugleich stückweise aus dem betroffenen Rohr. Der auf die Ablagerungen fokussierte Wasserstrahl überstreicht dabei die Rohrwand, so dass diese nicht in Mitleidenschaft gezogen wird und keine Rohrbrüche drohen.

Verfahren lohnt sich besonders bei langen Rohren

Mit der Methode können Haus- und Immobilienbesitzer eine kostspielige Erneuerung der Abflussrohre vermeiden. Wo in größeren Gebäudekomplexen oder Häusern mit mehreren Wohneinheiten über viele Meter hinweg die Abflussrohre mit Urinsteinablagerungen zugesetzt sind, lohnt sich das Verfahren besonders. Aber auch in kleinen Wohneinheiten, in denen es mehr als zehn Meter Rohr zu „befreien“ gilt, kann das Fräs-Strahl-Verfahren Schlimmeres verhindern. Mit seinen mobilen Anlagen kann Herm auch in verwinkelten Verhältnissen dem Problem auf den Grund gehen und Auftraggeber so zuverlässig vor einem oft erheblichen Sanierungsaufwand bewahren.

Urinstein, Wurzeln und Beton – alles kann gefräst werden

Urinstein ist übrigens nur eines der Hindernisse, die Betroffene dank des Verfahrens überwinden. Die Erfinder des Fräs-Strahl haben in den vergangenen Jahren Leitungen auch von eingewachsenen Wurzeln befreit oder von ausgehärteten Betonteilen, die durch Baufehler an die falsche Stelle geraten sind. In den vergangenen Jahren konnte das Unternehmen so bei öffentlichen Bauprojekten mehrfach Schäden im zweistelligen Millionenbereich verhindern.

Ein „Klassiker“ in Herms Repertoire sind Abwasserrohre in Privatimmobilien, die beim Neubau versehentlich mit Fußboden-Estrich gefüllt wurden, der dann in der Leitung ausgehärtet ist. Drohte in solchen Fällen bislang meist der Totalschaden der Immobilie und ein teurer Versicherungsfall, so gibt es nun auch hier Hoffnung für die Beteiligten – sei es für den Eigenheimbesitzer oder den ausführenden Handwerksbetrieb auf der Suche nach einer technischen Lösung für den entstandenen Schaden.


Jürgen Herm
info@herm-rohrreinigungstechnik.de

 

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