Muss ich heutzutage meinen Müll trennen?

Kreislaufwirtschaftsgesetz soll natürliche Ressourcen schonen

Die Frage, ob Mülltrennung sinnvoll ist oder nicht, stellt sich für die Allgemeinheit nicht mehr. Ob sie eine Pflicht ist, fragen sich indes noch viele.

Seit 2015 regelt der Gesetzgeber mit der Neufassung des sogenannten Kreislaufwirtschaftgesetzes die Mülltrennung deutlich präziser. Jeder Deutsche ist jetzt verpflichtet, seinen Müll nach diversen Gesichtspunkten wie Kunststoffverpackungen, Glas, Metall oder Biomüll zu trennen.

Wer nicht recycelt, zahlt drauf, denn in den Müllgebühren ist nur eine bestimmte Anzahl von Leerungen der „Grauen Tonne“ enthalten. Wer nicht trennt, muss diese deutlich öfter leeren lassen und das teuer bezahlen. In einem Mehrfamilienhaus ist der „Schuldige“ oft nicht so einfach auszumachen. Im Zweifelsfall muss der Vermieter zahlen. Verletzt nämlich ein einzelner Mieter seine Pflicht zur Mülltrennung und erhöht dadurch das Müllaufkommen, kann das nicht auf die anderen vertragstreuen Mieter umgelegt werden.

Wer nicht trennt, muss zahlen

Der Vermieter ist deswegen schon aus eigenem Interesse dazu aufgerufen, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um das Trennen des Mülls zu erleichtern und Müllentstehung zu verhindern beziehungsweise zu minimieren. Dem Mieter ohne Trennambition drohen in dem Falle, dass er als Verursacher eindeutig identifiziert wird, empfindliche Strafen.

Bei den Kosten gilt das Verursacherprinzip

Wie einmal entstandener Müll ordnungsgemäß zugeordnet wird, entscheidet letztlich darüber, wer die Kosten zu tragen hat. Das Verursacherprinzip ist dabei die zentrale Norm. Denn wer Müll erzeugt oder besitzt, ist zu dessen sachgerechter Entsorgung verpflichtet.

Das Kreislaufwirtschaftsgesetz setzt dabei nicht auf ein „Freikaufen“ von der Mülltrennpflicht, sondern in erheblichem Maße auf Müllverhinderung und Förderung von abfallneutralen Verpackungen, Verpackungsvermeidung oder wiederverwendbaren Verpackungen.

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